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Hofgarten Würzburg

Zur Geschichte

Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Residenz wurde in der Regierungszeit des Würzburger Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim (reg. 1755-1779) die endgültige Ausgestaltung des Würzburger Hofgartens in Angriff genommen. Um sein Vorhaben zu realisieren, engagierte Seinsheim den in Böhmen geborenen Gartenkünstler Johann Prokop Mayer (1735-1804) als neuen Hofgärtner.

Mayer teilte das kompliziert geschnittene und zu den Bastionen stark ansteigende Gartengelände geschickt in einzelne, symmetrisch gegliederte und in sich geschlossene Gartenpartien auf. So entstanden mit dem Ostgarten, dem Südgarten und dem Areal der Gärtnerei drei etwa gleich große Gartenteile. Mayer stattete alle Gartenpartien mit einer Fülle von geschnittenen Formobstbäumen, Hecken, Spalieren, Kübelpflanzen und Laubengängen aus.

 

Bild: Plan des Ostgartens

Perspektivischer Plan des Ostgartens,
Johann Prokop Mayer, Würzburg 1774

 

Bild: Ostgarten

Blick in den Ostgarten

 

Den so genannten Ostgarten entwickelte er in der Verlängerung der zentralen Mittelachse der Residenz. Dabei bildete ein großes, kreisrundes Broderieparterre den Auftakt. In das dahinter liegende, zur Bastion hin ansteigende Gelände sollte eine Kaskade eingebaut werden. Sie wurde jedoch nie realisiert.

 

Bild: Südgarten, historische Aufnahme

Blick von Südflügel der Residenz auf den
Südgarten (Postkarte, um 1900)

 

Bild: Südgarten

Südgarten mit kegelförmig geschnittenen Eiben

 

Der Südgarten erstreckt sich im Gegensatz zum Ostgarten auf einer ebenen Fläche. Diesen Gartenteil prägen heute die acht großen Eiben, die im Zentrum um ein rundes Wasserbassin stehen und als regelmäßige Kegel geschnitten werden.

Im Ost- und Südgarten werden seit einigen Jahren die rahmenden Blumenrabatten in Anlehnung an historische Vorbilder bepflanzt und in dem wiederhergestellten Küchengarten unterhalb der Orangerie wurden 2001 wieder junge Obstbäume gepflanzt, die nach alten Schnittmethoden kultiviert werden. Zur Stadt hin ist den formalen Gartenteilen eine kleine landschaftliche Partie aus dem frühen 19. Jahrhundert vorgelagert.

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